Kreuzbund zu Gast bei römischer Schankwirtin

Kreuzbund zu Gast bei römischer Schankwirtin

Jedes Jahr organisiert der Stadtverband einen Tagesausflug, zu dem alle Mitglieder und Gruppenbesucher samt Familien herzlich eingeladen sind. Am 13. Juli führte uns der Weg nach Haltern, wo wir zunächst das Römermuseum besuchten. Dort konnten wir zwischen drei spannenden Führungen wählen. Achäolog*innen – in traditionelle Gewänder gekleidet – nahmen uns mit auf eine Zeitreise in das Römische Reich vor ca. 2000 Jahren. 

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Schankwirtin Xynthia

So berichtete Schankwirtin Xynthia aus ihrem Alltag als Kneipeninhaberin, erboste sich über ihren untreuen ersten Mann, der sie (als 18-jährige) doch glatt für eine Jüngere hat sitzen lassen und träumte von einer Hochzeit mit ihrem jetzigen Geliebten Fenestera. Ach wäre sie doch nur eine „ehrbare Matrone“, dann dürfe sie auch die schicken traditionellen römischen Gewänder aus edlen Stoffen tragen, doch als Schankwirtin blieb Xynthia auch dieses verwehrt. Ein Glück, dass wir in unserer Kreuzbundgruppe eine „ehrbare Matrone“ vorzuweisen hatten, die kurzerhand angemessen eingekleidet wurde. Stand ihr ausgesprochen gut! Lediglich, dass die Römerinnen unter Tunika und Stola keine Unterwäsche trugen, fiel nicht auf ungeteilte Zustimmung..

Legionär Fenestera

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Fenestera seinerseits berichtete der zweiten Gruppe aus seinem Leben als Legionär. Vom 18kg schweren Marschgepäck, den schlechten Wegen, Unterbringung zu siebt in engen Zelten und den kaum vorstellbaren hygienischen Zuständen auf den Märschen und in den Lagern. Doch was tut man nicht alles für´s Kaiserreich! Im Kampf hat ihn seine Uniform stets vor schlimmen Verletzungen geschützt. Dies führte er sogleich an unserer jüngsten Teilnehmerin (10 Jahre) vor, der der Helm sogar perfekt passte.

Außenanlage Aliso

Gruppe 3 durfte die große historische Außenanlage des Museums erkunden. Das Halterner Römermuseum nennt die größte Rekonstruktion der Umwehrungsanlage eines Römerlagers in Holz-Erde-Bauweise, die jemals gebaut wurde, sein eigen. Direkt hinter dem Museum beginnt die wiederaufgebaute Anlage namens „Aliso“ und lädt zum Entdecken ein. Nach der Schlacht im Teutoburger Wald retteten sich damals die überlebenden Römer in das letzte Militärlager, das von den Germanen noch nicht überrannt worden ist: Aliso. Hinter der mächtigen Wehrmauer suchte auch die Sklavin Fortunata Schutz. Sie bangte, wird die Mauer den Angriffen standhalten? Reichen die Vorräte? Kommt rechtzeitig Hilfe?

Der See ruft..

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Die abwechslungsreichen Führungen machten Geschichte wahrhaft lebendig! Und die Zuhörer*innen hungrig.. So ging es mit dem Bus weiter zum Mittagessen ans Ufer des Halterner Stausees. Im Hotel-Restaurant Seehof konnten wir uns bei einem leckeren Essen stärken, bevor wir das Deck des Ausflugsbootes „Möwe“ bestiegen. Eine entspannte Rundfahrt über den Halterner See, der inmitten des Naturparks Hohe Mark liegt, füllte den Nachmittag. Ein paar Regentropfen taten der guten Stimmung keinen Abbruch – reicht ja, wenn WIR trocken sind.. 😉  

Den gelungenen Tag ließen wir in geselliger Runde bei Kaffee und Kuchen ausklingen. Alkohol hat ganz sicher keiner vermisst. Im Gegenteil. Solche Ausflüge zu unternehmen UND zu genießen, gelingt doch erst richtig wieder, seit wir unser Leben nüchtern und suchtfrei verbringen.

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